Olivenöl gilt seit Jahrhunderten als wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Doch nicht jedes Olivenöl ist gleich. Die Qualitätsunterschiede sind oft erheblich, und ein genauer Blick lohnt sich. Doch woran lässt sich ein gutes Olivenöl erkennen?
Ein hochwertiges Olivenöl trägt die Bezeichnung „Natives Olivenöl Extra“. Diese Klassifizierung bedeutet, dass das Öl direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen wurde. Außerdem muss es strenge chemische und sensorische Kriterien erfüllen.
Merkmale von „Nativem Olivenöl Extra“:
Wichtig: Begriffe wie „Olivenöl“ oder „Natives Olivenöl“ kennzeichnen Produkte geringerer Qualität. Diese Öle wurden oft raffiniert oder gemischt.
Gute Olivenöle geben klare Informationen zur Herkunft. Idealerweise sind Name und Region des Herstellers sowie die verwendete Olivensorte angegeben. Je transparenter die Angaben, desto vertrauenswürdiger ist das Produkt.
Achten Sie auf folgende Details: Erntejahr (frisches Öl ist aromatischer), Herkunft (genaue Region statt EU-Mischung) und die Güteklasse (nur „Natives Olivenöl Extra“ steht für höchste Qualität).
Die sensorische Prüfung ist einer der besten Wege, die Qualität zu erkennen. Dabei spielen drei Aspekte eine Rolle: Farbe, Geruch und Geschmack.
Farbe reicht von goldgelb bis grün. Die Farbe allein sagt jedoch wenig über die Qualität aus. Frisches Olivenöl duftet nach grünen Oliven, frisch gemähtem Gras, Tomaten oder Artischocken. Ein gutes Öl schmeckt fruchtig, mit einer angenehmen Bitterkeit und leichter Schärfe im Abgang.
Expert:innen empfehlen, Olivenöl wie Wein zu verkosten: Riechen, einen Schluck nehmen, kurz im Mund behalten und dann schlucken. Gute Öle hinterlassen einen nachhaltigen, komplexen Eindruck.
Qualitätsverluste entstehen oft durch unsachgemäße Lagerung. Olivenöl ist empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Sauerstoff.
Tipps zur Lagerung: In dunklen Flaschen oder Metallbehältern aufbewahren, kühl und trocken lagern (idealerweise zwischen 12°C und 18°C) und nach dem Öffnen innerhalb weniger Monate verbrauchen.
„Olivenöl ist flüssiges Gold.“ – Homer
Unabhängige Prüfsiegel bieten zusätzliche Sicherheit. Beispiele sind DOP (Denominazione d’Origine Protetta) für geschützte Ursprungsbezeichnung, Bio-Siegel für ökologische Anbaumethoden oder das IOC-Siegel, ein Qualitätszertifikat des International Olive Council.
Qualität hat ihren Preis. Ein gutes natives Olivenöl extra kostet meist zwischen 15 und 30 Euro pro Liter. Produkte unter 10 Euro pro Liter sind oft industriell verarbeitet und von geringerer Qualität. Doch ein hoher Preis allein garantiert keine Spitzenqualität – achten Sie immer auf die oben genannten Kriterien.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass hochwertiges Olivenöl zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet. Laut einer im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Studie kann der regelmäßige Konsum von nativem Olivenöl das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Zudem wirkt es entzündungshemmend und antioxidativ.
Ein gutes Olivenöl zu erkennen, erfordert Aufmerksamkeit und Wissen. Orientieren Sie sich an diesen Punkten:
Mit diesen Kriterien können Sie sicherstellen, ein hochwertiges Olivenöl zu genießen – für den Geschmack und die Gesundheit.
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